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Aktuell beschäftige ich mich mit dem Einsatz von QR-Codes in Marketing, Vertrieb und Unternehmenskommunikation. Dabei schaue ich nicht nur darauf, wie QR-Codes genutzt und akzeptiert werden, wie der Status quo bei diesem Thema hierzulande aussieht, sondern suche auch nach Positiv- und Negativ-Beispielen. In der gedruckten Handelsblatt-Ausgabe vom 11.10.2013 ist übrigens ein lesenswerter Artikel auf S. 22 dazu erschienen.

Das Problem mit den QR-Codes ist, dass der Einsatz selbiger häufig nicht durchdacht ist. Und dann kommt es beispielsweise vor, dass QR-Codes auf Werbeflächen wie Megalights am Straßenrand in der Stadt angebracht werden. Erstens ist er dort in der Regel zu klein, um ihn aus der Entfernung zu scannen. Und Zweitens könnten ihn nur Fußgänger in Ruhe scannen. Führt der QR-Code dann zu einer nicht mobil-optimierten Website, sind wir bei einem weiteren Fall nichtdurchdachtem Einsatz von QR-Codes. Ebenfalls noch viel zu oft kommt es vor, dass QR-Codes völlig ohne Bezug und Beschriftung lieblos auf Flyer, Broschüren und Plakate geklatscht werden. „Kein Wunder“, könnte man sagen, dass die Nutzung von QR-Codes in Deutschland noch so gering ist. Aber es gibt Hoffnung!
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Der Begriff Strategie wird – in letzter Zeit vor allem in Bezug auf Social Media – auf Grund seiner Bedeutsamkeit versprühenden Aura inflationär verwendet. Wer wichtig wirken und angehört werden möchte, kann mit der Verwendung der Wörter „strategisch“ oder „Strategie“ die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Und es funktioniert leider auch bei mir viel zu oft, dass ich reflexartig Links zu Artikeln mit entsprechendem Wording in der Übrschrift anklicke – und anschließend manchmal enttäuscht über die Beiträge bin.

Doch was steckt eigentlich hinter dem Begriff? Angeregt durch einen lesenswerten Beitrag von Merten (2013) zu „Strategie, Management und strategisches Kommunikationsmanagement“ (Danke @philmuze für den Literaturtipp!) möchte ich hier gern mal zur Diskussion stellen, was Strategie in Bezug auf Unternehmens- und Marketingkommunikation bedeutet. Merten definiert im genannten Beitrag den Begriff folgendermaßen:

„Der Begriff Strategie bezeichnet dagegen einen selbstreferenten Plan zur Planung zueinander anschlussfähiger Entscheidungen hoher Relevanz zur optimalen Erreichung von Zielen bzw. von Problemlösungen in bestimmter Frist und mit bestimmten Ressourcen.“ (ebd., S. 123)

Kernelement dieser Definition ist Plan zur Planung. Demnach ist eine Strategie ein Meta-Plan zur Gestaltung der Kommunikation, ein Leitfaden zur Planung von Kommunikationsmaßnahmen. Insofern gibt die Strategie vor, welche Taktiken aus welchem Grund (Ziele) auszuwählen sind (Entscheidungen). Ist es das Ziel, dass das eigene Unternehmen weiterempfohlen wird, kann die Kommunikationsstrategie „Dialog mit Meinungsführern“ lauten. Als taktische Maßnahmen bieten sich beispielsweise Events, PR oder auch Produkttests mit Kunden an. Welche Taktiken letztendlich ausgewählt werden, hängt davon ab, wie gut sie jeweils zur Zielgruppe und zu den verfügbaren Ressourcen passen.

Was ist für euch eine Strategie? Wie geht ihr bei der Strategieentwicklung vor?

Literatur:
Merten, K. (2013). Strategie, Management und strategisches Kommunikationsmanagement. In U. Röttger, V. Gehrau & J. Preusse (Hrsg.), Strategische Kommunikation. Umrisse und Perspektiven eines Forschungsfeldes (S. 103-126). Wiesbaden: Springer.

Neulich über Twitter auf den Vortrag von Bernadette Bisculm (@BisCulm) bei der Controller Tagung Schweiz am 11.9. aufmerksam geworden. Titel des Vortrags: „Social Media ROI: Ist er berechenbar – oder nicht?“. Hier gibts die Slides.

Meine Gedanken dazu:

1. Es ist richtig und auch problematisch, dass es bisher keine Standards für die „Vermessung“ von Social Media gibt. Zwei Initiativen könnten hier Abhilfe schaffen: SMMStandards.org (in Bezug auf konkrete Kennzahlen) und das DPRG/ICV-Modell für die generelle Einteilung der Wirkungen der Kommunikation.

2. Neben Zahlen zur Reichweite in sozialen Medien – wo sich diverse Kennzahlen und Performance-Indikatoren bedauerlicherweise sehr häufig ändern – sind vor allem klassische Erhebungsverfahren aus den Sozialwissenschaften und der Marktforschung gefragt bei der Ermittlung von Effektivität und Effizienz einzelner Kommunikationsmaßnahmen.

3. Warum sollte man überhaupt versuchen, den ROI für einzelne Kommunikationsmaßnahmen zu messen? Vor wenigen Tagen habe ich mich darüber mit @salvaDDor unterhalten. Sein Argument: Das war früher nicht so, dass man der Kommunikation einen ROI zuordnen wollte, sondern immer nur einem gesamten Unternehmensbereich oder Vertriebskanal. Erst mit „Web 2.0“ und „Social Media“ hätte sich das geändert.

Wie seht ihr das?